29.06.2021
Frühmittelalterliche Gräber lassen Baugebiets-Erschließung ruhen
Laut Gesetz macht Fund des Bodendenkmals im Bereich Würding umfangreiche Untersuchungen nötig
Bad Füssing - Die Erschließung des geplanten neuen Bad Füssinger Baugebiets "Wasnerfeld II" im Ortsteil Würding verzögert sich. Der Grund dafür ist der Fund eines größeren frühmittelalterlichen Bodendenkmals auf dem Baugrund. "In enger Abstimmung mit dem Landratsamt Passau, dem Kreisarchäologen und dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege hat die Gemeinde beschlossen, die Arbeiten vorerst ruhen zu lassen", sagt der Bad Füssinger Bürgermeister Tobias Kurz.
Das Bayerische Denkmalschutzgesetz sieht vor, dass bei einem solchen Fund zuerst umfangreiche Untersuchungen folgen, bevor über den Fortgang der Erschließung entschieden werden kann. Gemeinsam mit dem Passauer Landrat Raimund Kneidinger und dem Kreisarchäologen Alois Spieleder machte sich Bürgermeister Kurz jetzt vor Ort ein Bild.
Dreizehn neue Bauplätze mit einer Größe zwischen 650 bis 800 Quadratmetern sollen mit der Erweiterung des Würdinger Baugebiets am Wasnerfeld entstehen. In Summe umfasst das Gebiet eine Fläche von rund 12.000 Quadratmetern. Im Juni begann die Erschließung. Mitarbeiter eines Bauunternehmens stießen beim Einrichten der Baustelle und beim Abtragen einer ersten Bodenschicht auf Überreste von Gräbern, die nach ersten Experteneinschätzungen aus dem frühen Mittelalter stammen. Einzig der Umsicht eines Mitarbeiters der Gemeinde Bad Füssing ist es zu verdanken, dass die einzigartige Fundstelle nicht komplett zerstört wurde.
Die Bayerische Denkmalliste verzeichnet für das Gemeindegebiet mehr als 100 Bodendenkmäler - von Siedlungen aus der römischen Kaiserzeit in Egglfing bis hin zu Bestattungsplätzen aus der Bronzezeit beispielsweise in Aigen am Inn. Allein in Würding umfasst die Denkmalliste mehr als 20 Bodendenkmäler.
"Es handelt sich bei dem jetzigen Fund vermutlich um ein so genanntes Bajuwarisches Reihengräberfeld aus dem siebten oder achten Jahrhundert", sagte Kreisarchäologe Alois Spieleder bei dem gemeinsamen Vor-Ort-Termin. In den nächsten Wochen würden Experten genauere Untersuchungen vornehmen.
Vom Urteil der Denkmalpfleger hängt das weitere Vorgehen ab: "Wann die Erschließung der neuen Bauplätze mit einer Größe zwischen 650 bis 800 Quadratmetern weitergehen kann, ist derzeit leider nicht absehbar", so der Rathauschef. Er macht deutlich: "Wir werden in enger Abstimmung mit dem Landratsamt und dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege an einer Lösung arbeiten", sagt der Bürgermeister.
Dreizehn neue Bauplätze mit einer Größe zwischen 650 bis 800 Quadratmetern sollen mit der Erweiterung des Würdinger Baugebiets am Wasnerfeld entstehen. In Summe umfasst das Gebiet eine Fläche von rund 12.000 Quadratmetern. Im Juni begann die Erschließung. Mitarbeiter eines Bauunternehmens stießen beim Einrichten der Baustelle und beim Abtragen einer ersten Bodenschicht auf Überreste von Gräbern, die nach ersten Experteneinschätzungen aus dem frühen Mittelalter stammen. Einzig der Umsicht eines Mitarbeiters der Gemeinde Bad Füssing ist es zu verdanken, dass die einzigartige Fundstelle nicht komplett zerstört wurde.
Die Bayerische Denkmalliste verzeichnet für das Gemeindegebiet mehr als 100 Bodendenkmäler - von Siedlungen aus der römischen Kaiserzeit in Egglfing bis hin zu Bestattungsplätzen aus der Bronzezeit beispielsweise in Aigen am Inn. Allein in Würding umfasst die Denkmalliste mehr als 20 Bodendenkmäler.
"Es handelt sich bei dem jetzigen Fund vermutlich um ein so genanntes Bajuwarisches Reihengräberfeld aus dem siebten oder achten Jahrhundert", sagte Kreisarchäologe Alois Spieleder bei dem gemeinsamen Vor-Ort-Termin. In den nächsten Wochen würden Experten genauere Untersuchungen vornehmen.
Vom Urteil der Denkmalpfleger hängt das weitere Vorgehen ab: "Wann die Erschließung der neuen Bauplätze mit einer Größe zwischen 650 bis 800 Quadratmetern weitergehen kann, ist derzeit leider nicht absehbar", so der Rathauschef. Er macht deutlich: "Wir werden in enger Abstimmung mit dem Landratsamt und dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege an einer Lösung arbeiten", sagt der Bürgermeister.
Gemeinsam mit dem Passauer Landrat Raimund Kneidinger (links) und dem Kreisarchäologen Alois Spieleder (re.) machte sich Bad Füssings Bürgermeister Tobias Kurz (Mitte) vor Ort ein Bild von den Funden. Foto: Kur- & GästeService Bad Füssing
HerunterladenFür weitere Informationen bzw. Rückfragen wenden Sie sich bitte an tourismus@badfuessing.de Die Verwendung der Bilder ist gegen Zusendung eines Belegexemplars honorarfrei.
Belegexemplare bitte senden an:
Kur- & GästeService | c/o NewsVision GmbH | Zwickerleiten 1b | 6370 Kitzbühel
News
09.09.2026
Fit für die Zukunft: Bad Füssings Thermen investieren in Qualität und neue Erlebnisse
Bad Füssing - Das heilkräftige Thermalwasser ist der Ursprung des Gesundheitstourismus in Bad Füssing und bleibt für viele Gäste ein entscheidend
...
weiterlesen
13.08.2026
Vier Wochen voller Kultur, Musik und großer Emotionen
Bad Füssing - Breakdance zu Mozart, große Musicaldramatik, politisches Kabarett und Konzerte mit voXXclub und Max Mutzke: Das 27. Kulturfestival Bad
...
weiterlesen
08.08.2026
Bad Füssing begeistert mit großem Finale der BR-Radltour 2026
Bad Füssing - Mit einem stimmungsvollen Finale vor tausenden Zuschauerinnen und Zuschauern ist die BR-Radltour 2026 am Freitag in Bad Füssing erfolg
...
weiterlesen